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Evelyn Zeh verschweigt ihre ADS, weil sie mit der Wahrheit schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Evelyn Zeh: Doch schon, ist schon so, weil ich halt immer unsicher bin, was jetzt kommt von der Gesellschaft. Weil ich halt auch nicht weiß, weil ich halt auch schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Deswegen erzähle ich es halt auch nicht jedem. Oder ich erzähle es halt zum Beispiel bei mir. Ich habe gerade das Problem bei den Maltesern, dass ich halt, wenn ich Einsätze habe, möchte ich dann gerne die Tablette intus haben und halt auch den Wirkstoff in mir haben, weil wir Angst haben, dass ich mich (unverständlich) einfach besser konzentrieren kann. Zum Beispiel, weiß ich nicht, mein Gruppenführer sagt mir: „Okay, baue fünf Feldbetten in der Ecke rechts auf." Und dann baue ich sie vorne in der Ecke links auf, weil ich es vergessen habe zum Beispiel. Also solche Sachen zum Beispiel. Und daher ist es halt schon wichtig für mich. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es ihm erzählt habe, deswegen will ich halt einfach mit ihm unter vier Augen darüber sprechen. Und ihm halt erklären, dass ich Tabletten dort lagern kann, weil ich möchte die halt auch ungerne offen lagern. Klar, ich kenne die alle, aber weiß trotzdem nie, wer da reinkommt. Und ich meine, es ist ja auch für Leute, die das nicht haben, ist es immerhin trotzdem ein Betäubungsmittel.
Interviewer: Ja, es ist BTM.

Evelyn Zeh: Das muss man auch bedenken und ich möchte einfach nicht, dass die so offen rumliegen. Deswegen müssen wir auch besprechen, wie wir die lagern, ob ich einen abschließbaren Spind bekomme oder ob wir die in eine Kassette packen, in einen Spind oder so. Müssen wir halt gucken.

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