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Anna Langes Schwester machte ihr klar, dass sie an der Essstörung sterben könnte.

Und ich weiß noch, wie ich dann im Krankenhaus stand und auf sie [meine Schwester] gewartet habe, weil ich nicht wollte, dass das Erste, was sie sieht, da unsere tote Mutter im Krankenzimmer ist. Sondern ich wollte, dass sie erst mich draußen trifft. Und sie kam an und sie hat sich überhaupt nicht interessiert für meine Mutter. Sie hat sich nur für mich interessiert. Und hing an mir dran und hat zu mir gesagt: „Und du darfst jetzt nicht auch noch sterben.“
Und das war für mich der Moment, wo ich gewusst habe: Ich muss das hinkriegen mit dem Essen. Und wo ich aber auch wirklich dann final den Antrieb hatte, dass ich das hinkriege. Ich glaube, das war nach dem Beginn der Therapie das zweite Mal, wo mir so richtig klar wurde, was Anorexie bedeutet: Nämlich, dass man stirbt, wenn man es nicht hinkriegt. Und – dieser Moment hat mir sehr geholfen.

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